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Aktuelle Meldungen

Erstellt am: 04.01.2016

Frauenhauskoordinierung:


Handreichung für Fachpraxis zu gewaltbetroffenen Frauen mit psychischen Beeinträchtigungen

Sehr geehrte Damen und Herren,

Frauenhauskoordinierung möchte Sie/Euch auf die gerade veröffentlichte „Handreichung Unterstützung gewaltbetroffener Frauen mit psychischen Beeinträchtigungen“ hinweisen.

Gewalt gegen Frauen hat so erhebliche Folgen für die Gesundheit von Frauen, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sie als „globales Gesundheitsproblem von epidemischem Ausmaß“ bezeichnet.  Psychische Beschwerden sind belegte und gravierende Gesundheitsfolgen, sie zeigen sich als Depressionen, Stresssymptome, Angststörungen, Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS), Essstörungen, Suchtprobleme oder Suizidalität. 

In Frauenhäusern und Fachberatungsstellen werden gewaltbetroffene Frauen aus unterschiedlichen sozialen Schichten und Herkunft unterstützt, Frauen verschiedenen Alters, mit unterschiedlicher sexueller Orientierung, mit und ohne Kinder, mit und ohne Behinderung oder Beeinträchtigung. Viele der unterstützten Frauen haben psychische Beeinträchtigungen, die unterschiedlich ausgeprägt und unterschiedlich stark verfestigt sind. Die Fachpraxis in Frauenhäusern und Fachberatungsstellen stellt seit mehreren Jahren eine Zunahme der Anzahl von gewaltbetroffenen Frauen mit zusätzlichen Belastungen fest, dazu zählen auch unterschiedlich schwere psychische Beeinträchtigungen. 

Frauenhauskoordinierung tritt dafür ein, dass alle gewaltbetroffenen Frauen und deren Kinder einen Anspruch auf Zugang zu Schutz und adäquater Hilfe haben. Psychische Beeinträchtigungen stellen einen zusätzlichen Aspekt neben der Gewalterfahrung dar, der bei der Unterstützung der Frauen berücksichtigt werden muss.

 

Zur Unterstützung der Fachpraxis in Frauenhäusern, Frauenberatungsstellen, Frauennotrufen und Interventionsstellen legt Frauenhauskoordinierung die „Handreichung Unterstützung gewaltbetroffener Frauen mit psychischen Beeinträchtigungen“ vor. Sie richtet sich aber auch an Interessierte in anderen Hilfebereichen, die Kontakt zu gewaltbetroffenen Frauen mit psychischen Beeinträchtigungen haben, wie dem psychiatrischen Versorgungsystem, dem Gesundheitswesen, der Kinder- und Jugendhilfe und weiteren Arbeitsfeldern. Frauenhauskoordinierung möchte mit dieser Handreichung zur Sensibilisierung für die schwierige Situation von gewaltbetroffenen Frauen mit psychischen Beeinträchtigungen beitragen. Die praxisnahen Empfehlungen sollen zur Absenkung bisher vorhandener Zugangsschwellen für betroffene Frauen und zur Verbesserung der Unterstützungsangebote beitragen.

Die Handreichung ist in digitaler Version auf unser Website verfügbar unter: http://www.frauenhauskoordinierung.de/aktuelles/view/artikel/frauenhauskoordinierung-veroeffentlicht-handreichung-fuer-fachpraxis-zu-gewaltbetroffenen-frauen-mit-psychischen-beeintraechtigungen.html

 

Druckexemplare sind ab Januar 2016 unter: info@frauenhauskoordinierung.de zu beziehen.

 

Mit besten Grüßen

 

Heike Herold

Geschäftsführerin Frauenhauskoordinierung e.V.

 

Heike Herold

Geschäftsführerin

Email: herold@frauenhauskoordinierung.de

Telefon: +49 (0) 30 32661233

 

Frauenhauskoordinierung e.V.

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D-10117 Berlin

Telefax:+49 (0) 30 68077237

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www.frauenhauskoordinierung e.V.

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Gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt setzen – das ist das Ziel der Schleswig-Holstein weiten Kampagne „Stri(c)kt gegen Gewalt“, die am diesjährigen Weltfrauentag ihren Anfang nimmt. Mit der Kampagne werden alle Menschen eingeladen, aktiv und bunt ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen. Unterstützt wird die Kampagne durch den Landesverband Frauenberatung Schleswig-Holstein (LFSH), den LandesFrauenRat Schleswig-Holstein (LFR), die Aktion Kinder- und Jugendschutz (AKJS), die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Kiel, den PARITÄTISCHEN und das PETZE Institut.  


Pressemitteilung

Die neue Allianz für Weltoffenheit in Schleswig-Holstein

Mit Beginn des Jahres 2017 hat in Schleswig-Holstein die „Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat“ ihre Arbeit aufgenommen. Kirchen und Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, Sozialverbände, Landessportverband, Kinderschutzbund und Landesfrauenrat wollen sich gemeinsam für ein weltoffenes Land und gegen Hass und Gewalt einsetzen. Die Allianz war 2016 als bundesweiter Zusammenschluss ins Leben gerufen worden - die Partner machen sich gemeinsam stark für Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat sowie gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt. Ab sofort gibt es einen starken Arm der Allianz auch im Norden.


Kiel, 07.November 2016 I Anlässlich der bevorstehenden Flüchtlingskonferenz in Lübeck fordert das Fachgremium „Geflüchtete Frauen und Kinder“, in der Flüchtlingsarbeit mehr auf die Bedürfnisse von Frauen und Kindern einzugehen. Nur so könne künftig die Integration und gesellschaftliche Teilhabe auch real gewährleistet werden, sagt Doris Kratz-Hinrichsen vom Diakonischen Werk S.-H. Auf der Flüchtlingskonferenz am 9. November soll hierfür ein Forderungskatalog vorgelegt werden. Das Fachgremium „Geflüchtete Frauen und Kinder“ ist eine Initiative der hauptamtlichen kommunalen Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten in Schleswig-Holstein.

Wir machen Frauenpolitik in Schleswig-Holstein sichtbar und vertreten die Interessen von 1 Mio. Frauen und Mädchen.